Kleingartenverein "Bühlauer Waldgärten" e.V.

GARTENORDNUNG



(Beschluss der Mitgliederversammlung vom 16.Januar 2014)

Inhalt

1 Nutzung des Kleingartens
2 Gehölze im Kleingarten
3 Bauliche Anlagen und Versorgungseinrichtungen
4 Umweltschützende Maßnahmen
5 Wege und Gemeinschaftsanlagen
6 Ruhe und Ordnung
7 Tierhaltung
8 Fachberatung
9 Verbot gewerblicher Nutzung
10 Verbindlichkeit von Bekanntmachungen
11 Schlussbestimmungen


Mit der vorliegenden Gartenordnung gibt sich der Kleingartenverein "Bühlauer Waldgärten" e.V. eine für alle Mitglieder verbindliche Grundlage ihrer Rechte und Pflichten. Sie konkretisiert den Kleingartenpachtvertrag und die Satzung. Unsere Kleingärten sind Bestandteil des öffentlichen Grün's.

Die Mitglieder bewirtschaften und nutzen ihre Parzellen kleingärtnerisch entsprechend den ökologischen Bedingungen des Standorts Dresdener Heide für die Erzeugung von Obst, Gemüse, Gewürz- und Heilkräutern für den eigenen Bedarf. Sie dienen zugleich der Gesunderhaltung, Erholung und sinnvollen Freizeitgestaltung.

Die Mitglieder sind sich der Verantwortung für die Entwicklung eines stabilen ökologischen Gleichgewichts für die gesamte Anlage im Zusammenhang mit den eingeschlossenen und umgebenden Forstflächen bewusst und verpflichten sich, nach den zum Schutz und zur Entwicklung der Umwelt vom Bund und vom Freistaat Sachsen erlassenen Gesetzen und Verordnungen zu handeln.

Sie handeln nach den Prinzipien gegenseitiger Achtung und Rücksichtnahme und gutnachbarlicher Zusammenarbeit.

1. Nutzung des Kleingartens

1.1 Die Pacht des Kleingartens erfolgt zum Zwecke der persönlichen kleingärtnerischen Nutzung, Erholung und Freizeitgestaltung auf der Grundlage des abgeschlossenen Unterpachtvertrages.

1.2 Der Kleingarten ist ordnungsgemäß zu bewirtschaften und in einem guten Kulturzustand zu halten. Kleingärtnerische Nutzung ist gegeben, wenn der Kleingarten zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf und zur Erholung des Kleingärtners und seiner Angehörigen dient. Die Flächen für Obstbäume, Sträucher, Gemüse, Blumen und Rasen sollen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Mindestens ein Drittel der Fläche der Parzelle ist für den Anbau von Obst und Gemüse zu nutzen. Der übrige Teil kann als Erholungsfläche mit Ziersträuchern, Blumen und Rasen angelegt werden. Jedoch nur Obstbäume und Beerensträucher auf Rasenflächen sind nicht statthaft.

1.3 Eine eigenmächtige Überlassung oder Weiterverpachtung des Kleingartens an Dritte ist nicht zulässig. Nachbarschaftshilfe bei der Gartenbewirtschaftung ist statthaft.

2. Gehölze im Kleingarten

2.1 Obstgehölze sind vorzugsweise in Busch- und Niederstammform anzupflanzen. Der Abstand des Stammes von der Grenze zum Nachbargarten muss mindestens das Anderthalbfache der Kronenhöhe betragen. Die Krone darf die Grenze zum Nachbarn nicht überragen. Ausnahmen sind nur im Rahmen einer ökologisch begründeten Gestaltungskonzeption für die Gesamtanlage möglich und durch fachkompetente Beauftragte des Vorstandes zu bestätigen.

2.2 Die Anpflanzung und der Aufwuchs von ausgesamten Wald- und Parkbäumen sowie Walnussbäumen sind nicht erlaubt.

2.3 Gehölze, die ausschließlich ihres Zierwertes wegen in den Parzellen angepflanzt werden, sind bis zu einer maximalen Wuchshöhe von 2,00 m zugelassen. Soll der Abstand von Gehölzen, die höher als 1,00 m werden, zum Nachbarn 2,00 m unterschreiten, ist eine schriftliche Vereinbarung mit dem Nachbarn beim Vorstand zu hinterlegen. Bei Pächterwechsel ist eine neue Vereinbarung erforderlich. Heckenpflanzungen sind bis 1,50 m Höhe zulässig. Ökologische Schutz- und Deckpflanzungen auf Böschungen, am Waldsaum und raumakzentuierende Schattenbäume bedürfen der Bestätigung durch einen fachkompetenten Beauftragten des Vorstandes.

2.4 Die Pflege und Erhaltung von Laub- und Nadelgehölzen in den öffentlichen Bereichen der Gemeinschaft, insbesondere entlang der Gartengrenze und Gemeinschaftswege sowie in ihrem Umfeld hat entsprechend den Rechtsvorschriften zu erfolgen.

2.5 Um gegenseitige Beeinträchtigungen zu vermeiden, werden folgende Pflanzabstände empfohlen und sind folgende Grenzabstände einzuhalten:

Pflanzabstände - Grenzabstände Empfohlener Pflanzabstand in mtr. Verbindlicher Grenzabstand in mtr.
Apfel Niederstämme, Stammhöhe bis 60 cm 2,50 - 3,00 2,00
Birne Niederstämme, Stammhöhe bis 60 cm 3,00 - 4,00 2,00
Sauerkirsche Niederstämme, Stammhöhe bis 60 cm 4,00 - 5,00 2,00
Pflaume Niederstämme, Stammhöhe bis 60 cm 3,50 - 4,00 2,00
Pfirsich/Aprikose Niederstämme, Stammhöhe bis 60 cm 3,00 2,00
Quitte 2,00 - 3,00 2,00
Süßkirsche Einzelbaum 3,00
Obstgehölze in Heckenform, schlanke Spindel und andere kleinkronige Baumformen - 2,00
Schwarze Johannesbeere Büsche 1,50 - 2,00 1,25
Rote und weiße Johannisbeere Büsche und Stämmchen 1,00 - 1,25 1,00
Stachelbeere Büsche und Stämmchen 1,00 - 1,25 1,00
Himbeeren und Brombeeren in Spaliererziehung 0,40 - 0,50 0,75
Brombeeren rankend 2,00 1,00
Brombeeren aufrecht stehend 1,00 0,75
Weinreben - ,70
Ziergehölze und Hecken - 1,00
Viertelstämme bzw. Hochstämme - 3,00



3. Bauliche Anlagen und Versorgungseinrichtungen

3.1 Gestaltung und Bebauung

Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben und Gesundheit nicht gefährdet werden und dass den allgemeinen ökologischen Belangen Rechnung getragen wird. Sie dürfen nur dem vorgesehenen Zweck entsprechend genutzt werden. Das Errichten, Verändern oder Erweitern der Gartenlaube oder anderer baulicher Anlagen (Gerätebox, Gewächshaus, überdachter Freisitz / Terrasse und Grillkamin) in den Kleingärten richtet sich nach § 3 Abs. 2 Bundeskleingartengesetz und der Sächsischen Bauordnung 2004 und erfordert die Bau- und Standortgenehmigung des Vereins bzw. der zuständigen Bauaufsichtsbehörde. Für das Einholen aller erforderlichen Genehmigungen ist der Bauwillige zuständig. Das Bauende ist der Baukommission schriftlich anzuzeigen, danach erfolgt die Bauabnahme. Der Grenzabstand von Lauben und anderen Baulichkeiten zur Nachbarparzelle beträgt 3.0 m. Alle bis zum 03.10.1990 rechtmäßig errichteten bzw. genehmigten Bauten und baulichen Anlagen haben lt. Bundeskleingartengesetz § 20a Bestandsschutz.Die Durchführungsbestimmungen des Vorstandes, die jeder Bauwillige mit der Baugenehmigung erhält, präzisieren diese Festlegungen. Gesetzliche Grundlagen und detaillierte Festlegungen können beim Vorstand eingesehen werden.

3.2 Die Gartenlaube

Im Kleingarten ist eine Gartenlaube in einfacher Ausführung, vorwiegend aus Holz, mit max. 24 m² Grundfläche einschließlich überdachten Freisitzes zulässig. Sie darf nach ihrer Beschaffenheit, insbesondere ihrer Ausstattung und Einrichtung nicht zum dauernden Wohnen geeignet sein. Die Dachgestaltung ist als Satteldach mit einer max. Höhe von 3.50 m der Laube und einer Traufhöhe von max. 2.25 m auszuführen.

3.3 Andere Baulichkeiten

Eine Gerätebox mit einer Grundfläche von max. 4.5 m² und einer Firsthöhe von 2.15 m in Satteldachausführung ist statthaft. Sie ist ohne Fundament zu errichten. Empfohlen werden Boxen in Holzausführung. Ansonsten ist eine Begrünung oder Sichtflächen- Holzverkleidung erforderlich. Bei Pächterwechsel wird die Gerätebox nicht in die Schätzung aufgenommen.

Im Kleingarten darf ein Kleingewächshaus bis zu einer Grundfläche von 8m² errichtet werden. Darüber hinaus können Folienzelte, Folientunnel und Frühbeetkästen aufgestellt werden.

Für das Aufstellen von Grillkaminen ist durch den Pächter eine Standortgenehmigung beim Vorstand zu beantragen. Grillkamine dürfen nicht als offene Feuerstellen und nur mit Holzkohle betrieben werden.

Partyzelte als überdachter Freisitz, welche unmittelbar mit der Laube verbunden sind, werden geduldet, wenn deren Fläche einschließlich der Gartenlaube nicht mehr als 24 m² beträgt. Außerdem kann ein Partyzelt mit einer Größe von 3m x 3m für eine begrenzte Zeit in den Sommermonaten aufgestellt werden.

Dichtzäune aus Holzelementen oder Rankgitter dürfen auf die Gartengrenze aufgestellt werden, wenn sie die maximale Höhe von 1,80 m nicht überschreiten. Die Länge darf ein Drittel der Grenze zur Nachbarparzelle betragen. Die Zustimmung des Gartennachbarn muss vorliegen.

Kinderspielgeräte größer als 1 m² Grundfläche werden geduldet. Ein Bauantrag muss jedoch gestellt werden

Die Errichtung von Garagen sowie festen Feuerstätten mit Schornstein ist nicht zulässig. Bestehende Schornsteine unterliegen der jährlichen Kehrpflicht und sind bei Besitzwechsel zu schließen.

Im Kleingarten ist ein künstlich angelegter Gartenteich bis zu einer Größe von max. 4m² mit flachem Randbereich zulässig. Zur Anlage des Teiches sind entweder Lehm- Tondichtungen, geeignete Folien oder handelsübliche Fertigteiche zu verwenden. Er muss für eine Bepflanzung geeignet sein ( Feuchtbiotop ).
Transportable Badebecken können bis zu einem Durchmesser von 2 m und einer Höhe von 0,50 m in den Sommermonaten aufgestellt werden. Das Wasser darf keine Zusätze enthalten. Die Errichtung von Swimmingpools ist im Kleingarten nicht gestattet.

Das Anbringen von fest installierten Außenantennen für den Hör- und Fernsehempfang ist nicht zulässig.

3.4 Einfriedungen / Gartenwege

Die Einfriedung des Kleingartens entlang der Gemeinschaftswege ist aus Holz mit senkrechter Lattung und einer max. Höhe von 1,35 m zu errichten. Das Gartentor muss in Richtung Kleingarten geöffnet werden. Die Abgrenzung zwischen den Kleingärten, die nicht die Haupt- bzw. Nebenwege berühren, können aus Maschendraht gestaltet werden. Hecken sind als Trennung zwischen Parzellen statthaft, sie sind jedoch zwischen den Nachbarn schriftlich zu vereinbaren. Die Wahl der Gehölze und die Gestaltung der Hecken müssen im Rahmen der Gestaltungskonzeption der Kleingartenanlage erfolgen. Sitz und Wegeflächen dürfen nicht aus geschüttetem Beton bestehen.

3.5 Die Wasseranlage

Anschlüsse an das Wassernetz der Kleingartenanlage sind nicht Bestandteil der Baugenehmigung, sondern sie ist formell zu beantragen. Die Abnahme der Installation setzt voraus, dass die Ausführung entsprechend den gültigen Standards, Rechts- und Sicherheitsbestimmungen erfolgt und an der Anschlussstelle der vereinseigenen Anlage Absperrventil und Wasseruhr installiert wurden. Der Einbau von Wasseruhren ist in jeder Parzelle verbindlich vorgeschrieben, vom Unterpächter zu seinen Kosten vorzunehmen und Grundvoraussetzung für die Wasserabnahme. Der Bau von Brunnen im Kleingarten ist verboten. Für die Entleerung der Wasserleitung nach Abstellen und Entleerung der Hauptleitung ist der Pächter des jeweiligen Kleingartens verantwortlich. Für Schäden, die durch offene Ventile, mangelhafte Entleerung und Entlüftung der Wasserleitung entstehen, haftet der Pächter. Die Absperreinrichtungen der Hauptwasserleitung sind Eigentum des Vereins und nur von den zuständigen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Wasser zu öffnen bzw. zu schließen. Die Mindestgröße des Wasserschrotes beträgt 0,5 m x 0,5 m. Der Boden muss verschlossen sein. Das zur Parzelle gehörende Absperrventil ist unmittelbar vor der Wasseruhr zu installieren. Nach dem Einbau der Wasseruhr ist die Trinkwasserleitung des Gartens auf Dichtheit zu prüfen und zu spülen. Beim Ausbau der Wasseruhr sind die beiden offenen Leitungsenden mit je einem Stopfen zu verschließen. Die Wasseruhr ist nur im verplombten Zustand zu betreiben. Eine Beschädigung der Plombe ist dem zuständigen Mitarbeiter der Arbeitsgruppe zu melden.

3.6 Die Elektroanlage

Der Kleingartenverein "Bühlauer Waldgärten" e.V. ist Eigentümer und Betreiber der elektrotechnischen Versorgungsanlage in der Gartenanlage. Die Anlage besteht aus einem Hauptkabelnetz zur Elt- Versorgung aller Parzellen der Gartenanlage sowie der Funktionseinrichtungen des Vereins. Dazu gehören alle Anschlussverteiler für Kleingärten ,Sicherungs-, Kabel- und Anschlussausrüstungen zur Elt- Versorgung der Funktionseinrichtungen wie Vereinshaus, Lager und Werkstätten, Außenbeleuchtung sowie zur Unterstützung ortsveränderlicher elektrotechnischer Arbeits- und Betriebsmittel. Für diese hat der Verein die ständige technische, technologische und Versorgungssicherheit auf der Grundlage der gültigen Regeln der Elektrotechnik zu gewährleisten. Von der Arbeitsgruppe Elt und über Fachbetriebe sind dazu die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen. Grundsätzlich gelten die elektrotechnischen Anschlussbedingungen für die Gartenlauben in den Bühlauer Waldgärten. Den Beauftragten des Vorstandes ist der Zutritt zum Elt- Zähler zu gewähren. Installation und Reparaturen werden von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe nicht ausgeführt, sie sind entsprechenden Fachbetrieben zu übertragen. Die Abnahme der Installation in den Lauben und der Anschluss an die Versorgungsanlage des Vereins setzen voraus, dass die Ausführung unter Beachtung gültiger Standards, Rechts- und Sicherheitsvorschriften erfolgte, das Abnahmeprotokoll der ausführenden Firma vorliegt und ein für Abrechnungszwecke zugelassener Zähler mit gültiger Eichung eingebaut ist. Der Anschluss an das Energienetz der Gartenanlage ist nicht automatisch Bestandteil der Baugenehmigung für die Laube, sondern bedarf eines diesbezüglichen Antrages.

3.7 Flüssiggasanlagen

Flüssiggasanlagen dürfen nur vom Fachmann installiert werden. Ihre regelmäßige Überprüfung ist durch den Betreiber nachweisbar zu veranlassen. Die vorgeschriebenen Prüfzeiten sind einzuhalten.

4. Umweltschützende Maßnahmen

4.1 Der Kleingartenverein "Bühlauer Waldgärten" e.V. bekennt sich zum umweltschonenden Pflanzenschutz. Die Mitglieder fördern die natürlichen Gegenspieler der Pflanzenschädlinge durch ökologisch dem Standort angepasste Wahl der Kulturpflanzen, der Kulturfolge und der Bodenpflege. Sie stützen sich vorrangig auf biologische Maßnahmen der Schädlingsbekämpfung. Nur bei starkem Befall werden biologisch selektiv wirkende Insektizide, Acarizide und Fungizide entsprechend den Rechtsvorschriften verwendet. Die Anwendung von schwermetallhaltigen Schädlingsbekämpfungsmitteln und von chemischen Unkrautbekämpfungsmitteln ist verboten. Für die ganze Anlage betreffende Schädlingskalamitäten legt der Vorstand nach Konsultation der Forstbehörde entsprechende Maßnahmen fest.

4.2 Die Pächter fördern und schützen die Vogelwelt. Sie erhalten die Nistplätze und schaffen Nisthilfen. Während der Brutzeit der Vögel ist der Schnitt von Hecken und Sträuchern auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Rückschnitt bis in das alte Holz, Zerstörungen oder Rodungen sind in der Zeit vom 01. März bis 30. September jedes Jahres zu unterlassen. Die Anlage und der umliegende Forst sind besonders reich an Lurch- und Kriechtieren. Sie genießen den besonderen Schutz der Kleingärtner. Deshalb sind Feuchtbiotope (Teiche und Gräben, Folienteiche über 2 qm Fläche) zu erhalten und zweckentsprechend zu pflegen Durchflussprofile sind zu erhalten, Wasserrückhaltung zu gewährleisten, das Verunkrauten ist zu verhindern und jede Wasserverunreinigung zu vermeiden.

4.3. Pflanzliche Abfälle einschl. Schnittholz sind zur Kompostierung und als organische Substanz dem Boden wieder zuzuführen. Möglichkeiten des Schredderns von Schnittholz sollten genutzt werden. Die Kompostanlage muss durch Anpflanzung vor Einsicht geschützt sein und darf nicht zur Belästigung der Nachbarn führen. Ein Mindestgrenzabstand von 0,50 m ist einzuhalten. Das Verbrennen von Laub, Geäst und anderer Abfälle ist verboten. Papier, Speisereste, Materialabfälle u.a. dürfen nicht umherliegen. Soweit ihre Kompostierung nicht möglich ist, hat der Pächter für deren Beseitigung selbst Sorge zu tragen.

4.4 Abwasser und sonstige zur Verunreinigung führende Stoffe dürfen nicht in die Gräben eingeleitet werden. Bei Grabenreinigung ist auf Bewuchs und Tiere Rücksicht zu nehmen, wobei die Grabenprofile nicht verändert werden dürfen und der Wasserdurchfluss zu gewährleisten ist. Mit Waschlaugen, Lösungsmitteln oder anderen Chemikalien versetzte Flüssigkeiten und Öle sind außerhalb der Anlage entsprechend den Vorschriften zu beseitigen. Fäkalien sind über die Kompostierung wieder in den Humuskreislauf einzuführen. Jauchen und das Ausbringen von Gülle ist verboten. Sickergruben sind verboten. Spülmaschinen und Waschmaschinen dürfen im Kleingarten nicht installiert und betrieben werden.

5. Wege und Gemeinschaftsanlagen

5.1 Die Pflege der an die Kleingärten angrenzenden Flächen wie Wege, Hecken, Gräben usw. obliegt dem Pächter, sofern nicht im Einzelfall besondere Vereinbarungen getroffen worden sind. Die eigenmächtige Veränderung dieser Einrichtungen ist nicht erlaubt.

5.2 Die Lagerung von Materialien außerhalb des Kleingartens darf nicht zur Behinderung Anderer führen und ist daher nur bis zu einer Dauer von höchstens 14 Tagen unter Beachtung der üblichen Sicherheitsvorschriften gestattet.

5.3. Das Befahren der Anlage mit Kfz aller Art ist mit Ausnahme der Zufahrt zu den ausgewiesenen Parkplätzen untersagt. Mögliche Ausnahmen gestattet der Vorstand (z.B. Materialanlieferung) auf Antrag des Pächters. Der Pächter haftet dabei für die von ihm verursachten Schäden. Kraftfahrzeuge sind auf dem hierfür vorgesehenen Parkplatz abzustellen. Bei der Zu- bzw. Abfahrt ist die Geschwindigkeitsbegrenzung von 10 km/h einzuhalten. Die Benutzung des Parkplatzes ist nur mit gültiger Parkkarte gestattet. Autowaschen ist verboten.

5.4 Jeder Pächter ist verpflichtet, sich entsprechend den Beschlüssen der Mitgliederversammlung an Gestaltung, Pflege, Erhaltung, Um- und Neubau von gemeinschaftlichen Einrichtungen durch finanzielle Umlagen und persönliche Arbeitsleistungen zu beteiligen. Jeder Kleingärtner ist berechtigt, die gemeinschaftlichen Anlagen, Einrichtungen und Geräte des Vereins zu nutzen. Er haftet für alle Schäden, die durch ihn, seine Familienangehörigen und seine Gäste verursacht werden und hat jeden Schaden dem Vorstand mitzuteilen. Für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit ist die von der Mitgliederversammlung festgelegte Abgeltung pro Stunde zu bezahlen. Die Stellung einer Ersatzkraft ist zulässig.

5.5 Die öffentlichen Bereiche der Gartenanlage, das Vereinshaus, der Kinderspielplatz, die Hinweis- und Verkehrsschilder in der Gartenanlage sowie die Informationskästen, Hydranten, Wegeschranken und Absperrungen unterstehen dem besonderen Schutz aller Gartenfreunde. Festgestellte Schäden sind sofort dem Vorstand zu melden. Eigenmächtige Eingriffe oder Veränderungen an diesen Anlagen sind nicht erlaubt.

6. Ruhe und Ordnung

6.1 Alle Pächter sind verpflichtet, auf Einhaltung von Ruhe, Ordnung und Sicherheit für sich, ihre Angehörigen und ihre Gäste zu achten. Innerhalb der Anlage ist jeder ruhestörende Lärm zu vermeiden. Der Empfang von Hörfunk- und Fernsehgeräten darf nicht zur Belästigung der Nachbarn führen. In Anlehnung an die Polizeiverordnung der Landeshauptstadt Dresden sind in der Zeit vom 01. Mai bis 30. September jegliche ruhestörenden Arbeiten im Kleingarten

  • von 13.00 - 15.00 Uhr
  • und 19.00 - 08.00 Uhr


  • sowie an Sonn- und Feiertagen ganztätig untersagt.
    Dazu gehören zum Bsp.:

  • der Betrieb von Rasenmähern
  • das Häckseln von Gartenabfällen
  • der Betrieb von Bodenbearbeitungsgeräten
  • das Ausklopfen von Teppichen, Matratzen und ähnlichen
  • der Betrieb elektrischer Werkzeugmaschinen wie etwa Drechselmaschinen
  • das Sägen und Bohren
  • das Hämmern sowie
  • alle lärmverursachenden Bauarbeiten


  • Holzsägen und Holzhacken, insbesondere zur Aufbereitung von Brennholz, sind in die Zeit außerhalb der Saison zu verlegen. Rasenmäher und Bodenbearbeitungsgeräte mit Verbrennungsmotoren dürfen im Kleingarten nicht verwendet werden.

    6.2 Bei Neubau von Lauben kann im Ausnahmefall eine Sondergenehmigung für Bauarbeiten am Wochenende ausgestellt werden, wenn eine Verlegung nach außerhalb der Saison nicht zumutbar ist. Dazu ist ein Antrag beim Vorstand einzureichen.

    6.3 Das Instandsetzen, Waschen und Pflegen von Kraftfahrzeugen ist innerhalb der Anlage nicht erlaubt. Zum Parken von Kraftfahrzeugen sind nur die vom Verpächter bezeichneten Plätze oder öffentlichen Parkplätze zu benutzen. Das Aufstellen von Wohnwagen innerhalb der Kleingartenanlage ist nicht statthaft. In der Gartenanlage besteht Hupverbot.

    6.4 In der gesamten Anlage einschl. der Kleingärten ist jeglicher Umgang mit Schusswaffen verboten. Ausnahmen bilden lediglich genehmigte Schießstände im Rahmen von Veranstaltungen des Vereins.

    6.5. Die Eingangstore zur Kleingartenlage sind beim Betreten bzw. Verlassen der Anlage zu schließen und zu verschließen. Zusätzliche Torschlüssel sind beim Vorstand erhältlich.
    Die Tore A und B bleiben in der Zeit vom 01. Mai bis 30. September in der Zeit von 9.00 - 18.00 Uhr unverschlossen. Die Tore A und B bleiben in der Zeit vom 01. Mai - 30. September, sonnabends sowie an Sonn- und Feiertagen für Besucher in der Zeit von 9.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

    6.6 Der Pächter ist verpflichtet, dass Kinder, für deren Aufsicht er zuständig ist, und seine Besucher die Kleingartenordnung einhalten.

    7. Tierhaltung

    7.1 Die Haltung von Nutztieren, wie Kaninchen, Hühner und Bienen ist beim Vorstand zu beantragen.

    7.2 Die ständige Haltung von Tieren, die keine Nutztiere sind (z.B. Katzen, Hunde usw.) ist in den Kleingärten und ihrer Anlage nicht gestattet. Bei kurzfristigem Aufenthalt sind sie grundsätzlich an der Leine zu führen und vom Spielplatz fernzuhalten. Von ihnen verursachte Verunreinigungen sind vom Tierhalter unverzüglich zu beseitigen. Beim Mitbringen von Katzen ist der Schutz der Vögel zu gewährleisten. Hunde dürfen die Kleingärtnergemeinschaft nicht durch ständiges Bellen unzumutbar belästigen.

    7.3 Das Füttern streunender Katzen ist nicht gestattet.

    8. Fachberatung

    Die Fachberatergruppe fördert die praktische Unterweisung aller Vereinsmitglieder im Obst- und Gartenbau, eine sinnvolle ökologisch orientierte Nutzung des Bodens, die Pflege und den Schutz der natürlichen Umwelt und der Landschaft unter Beachtung des Landschaftsschutzgebietes "Dresdener Heide". Der Pächter ist gehalten, in allen gärtnerischen Belangen die Fachberater anzusprechen und sich deren Erfahrungen und Ratschläge zunutze zu machen. Der Lehr- und Konsultationsgarten ( Garten 89 ) ist das Zentrum der Fachberatung im Verein.

    9. Verbot gewerblicher Nutzung

    Die gewerbliche Nutzung des Kleingartens, der Verkauf der Erzeugnisse des Gartens sowie das Betreiben eines Gewerbes oder die Ausübung eines Handwerkes in der Kleingartenanlage ist nicht gestattet. Das Anbringen von Vorrichtungen für Werbezwecke sowie von Automaten ist unzulässig.

    10. Verbindlichkeit von Bekanntmachungen

    Beschlüsse, Anordnungen und Bekanntmachungen des Vorstandes in Informationskästen und Rundschreiben sind für jeden Kleingärtner verbindlich.

    11. Schlussbestimmungen

    11.1 Der Vorstand gewährleistet die Einhaltung der Gartenordnung.

    Hierzu ist er berechtigt,

  • entsprechende Kontrollen in den Kleingärten durchzuführen bzw. durchführen zu lassen;
  • schriftliche Auflagen zur Herstellung des gemäß der Gartenordnung geforderten Zustandes an die Pächter zu erteilen;
  • bei wiederholten bzw. groben Verstößen gegen die Gartenordnung die Kündigung des Pachtvertrages auszusprechen.


  • 11.2 Baulichkeiten, Grenzabstände usw., die bis zum Inkrafttreten dieser Gartenordnung von den Vorständen stillschweigend geduldet wurden, sind als gegeben zu betrachten, soweit sie rechtlich toleriert werden können. Bei Pächterwechsel sind die notwendigen Veränderungen durchzusetzen.

    11.3 Bei rechtswidriger Bebauung oder Nutzung der Gartenlaube und Kleingartenparzelle wird der Pächter zur unverzüglichen Wiederherstellung des ordnungsgemäßen Zustandes auf seine Kosten vom Vorstand verpflichtet.

    11.4 Änderungen und Ergänzungen der vorliegenden Gartenordnung sind vom Vorstand der Mitgliederversammlung zur Beratung und zur Beschlussfassung vorzutragen.